Um den pH-Wert, die Leitfähigkeit oder den Gesamtgehalt gelöster Feststoffe in Boden zu messen bedarf es entweder Geräten, die direkt im Boden messen können oder – damit es mit es auch mit allen anderen pH-Metern und Leitfähigkeitsmessgeräten funktioniert – die Aufschlämmung einer Bodenprobe. Unter aufschlämmen versteht man das Verrühren einer Bodenprobe in destilliertem oder entionisiertem Wasser.

Hierfür benötigen Sie:

  • Eine luftgetrocknete* Bodenprobe
  • Destilliertes oder entmineralisiertes Wasser
  • Ein größeres Becherglas
  • Bei Bedarf einen Stehzylinder oder anderes Gefäß zum Abmessen von Probe und Wasser
  • Einen Rührstab, oder bevorzugt einen Magnetrührer und Rührkern.

Vorgehensweise

Schritt 1: Geben Sie einen Teil Bodenprobe in das Becherglas und fügen Sie 2,5 Teile destilliertes oder entionisiertes Wasser zu.

Schritt 2: Rühren Sie die Probe intensiv durch oder benutzen Sie am besten einen Magnetrührer für diesen Zweck. Vorhandene Erdklumpen müssen aufgelöst werden.

Schritt 3: Nach erfolgter Vermischung warten Sie mindestens 10 Minuten, besser eine Viertelstunde, dass sich vorhandene Schwebstoffe möglichst wieder absetzen.

Schritt 4: Führen Sie die Messung durch indem Sie die Elektrode in die Aufschlämmung tauchen und warten Sie bis sich der Anzeigewert stabilisiert hat.

Hier gibt es auch ein Video (auf Englisch), das die Herstellung der Aufschlämmung und den Messprozess anschaulich demonstriert:

 

Hanna-Tipp: Der pH-Messwert sollte idealerweise in den Bereich zwischen pH 5,5 und 7,0 fallen. Sollte er diese nicht tun, prüfen Sie zunächst die ordnungsgemäße Funktion Ihres Messgeräts, ehe Sie Schlüsse aus dem Messwert ziehen. Haben Sie z.B. an die Kalibrierung des pH-Meters gedacht?

*Zur Herstellung einer luftgetrockeneten Bodenprobe, diese auf einem Tuch oder einem Filterpapier ausbreiten und ca. 2 – 3 Tage offen an Luft trocknen lassen. Entfernen Sie auch Fremdkörper wie Steinen und Wurzeln.