Pflanzen benötigen Sonne, Wasser, Luft und Nährstoffe um zu gedeihen. Aber wie weiss man ob Pflanzen genügen Nährstoffe bekommen? Das Messen verschiedener Faktoren in der Erde kann Aufschluss über das Pflanzenwohlbefinden geben bzw. was ihnen fehlt um gesund zu sprießen.

Für einen gesunden, nährstoffreichen Boden sind der pH-Wert, Feuchtigkeitsgehalt und Temperatur der Erde wichtig. Hauptkomponenten für das Pflanzenwachstum ist Nitrat, Calcium, Kalium und Phosphate.

Eine Möglichkeit all diese Nährstoffe im Auge zu behalten, besteht darin, die elektrische Leitfähigkeit Ihres Bodens zu testen. Die elektrische Leitfähigkeit ist Indikator dafür, ob zu viele oder zu wenige Nährstoffe bestehen. Jede Pflanze bevorzugt einen für sie spezifischen Leitfähigkeitswert, der von 1 bis 4 mS/cm variiert. Ein niedriger LF zeigt einen Nährstoffmangel an, der zum Absterben der Pflanzen führen kann. Ist der LF-Wert zu hoch, bedeutet das einen Nährstoffüberfluss, welcher die Nährstoffaufnahme verschlechtert.

Themen:

  1. pH Wert der Erde
  2. Was ist Leitfähigkeit?
  3. Faktoren, die die LF der Erde beeinflussen
  4. Wozu die Leitfähigkeit messen?
  5. LF Analysemethoden
  6. LF Messgeräte
  7. LF Sonde
  8. Pflege und Wartung einer LF Sonde

 

  1. pH Wert der Erde

Der pH-Wert ist das Messen der Wasserstoffkonzentration (H+) im Erdboden und Wasser.

Jeder Erdboden hat seinen eigenen pH-Wert, dieser kann säurehaltig, neutral oder alkalisch sein. Der pH-Wert kann weitgehend die Aufnahme dieser wichtigen Nährstoffe beträchtlich beeinflussen. Idealer pH für die beste Nährstoffaufnahme liegt bei ca. 7; kann jedoch nach Pflanzenart variieren. Deshalb ist es notwendig den pH-Wert der Erde zu messen, damit die richtige Pflanzenkultur für den Erdboden ausgewählt werden kann. Wenn pH steigt dann sinkt die Löslichkeit der Mineralien.

  1. Was ist Leitfähigkeit?

Die Leitfähigkeit ist die Fähigkeit eines Materials elektrischen Strom und Wärme zu leiten. Sie ist neben dem pH-Wert, eine wichtige Messgröße in den Bereichen im Trink- und Abwasserbereich, industrielle Herstellungsprozesse oder bei der Qualitätskontrolle. In einer Flüssigkeit leiten die enthaltenen Ionen den Strom. Daher kann aus der Höhe der Leitfähigkeit auf die Menge an enthaltenen Ionen in der Flüssigkeit geschlossen werden. Sie gibt folglich Aufschluss über die ionische Stärke einer Lösung, nicht jedoch über die Art der Ionen. Ausgedrückt wird die Leitfähigkeit in μS/cm (Mikrosiemens) oder mS/cm (Millisiemens; 1 mS/cm = 1000 μS/cm). Die Leitfähigkeitsmessbereiche reichen ca. von 1 x 10-7 S/cm bei reinem Wasser bis hin zu 1 S/cm bei stark konzentrierten Lösungen.

TDS

TDS steht für Total Dissolved Solids, d.h. die Summe der gelösten Feststoffe in einer Lösung. Ausgedrückt wird der TDS-Wert in ppm (parts per million) oder mg/L bzw. ppt (parts per thousand) oder g/L. In wässrigen Lösungen verhält sich die Leitfähigkeit direkt proportional zur Konzentration der gelösten Feststoffe: je mehr gelöste Feststoffe, desto höher die Leitfähigkeit. Es ergibt sich näherungsweise folgender Zusammenhang: 2 μS/cm = 1 ppm (mg/L).

Die meisten Messgerate verfugen heutzutage sowohl über einen Leitfähigkeits- als auch über einen TDS-Messbereich.

Eine TDS Messung ist recht aufwendig, daher misst man einfach die LF der Probe und wandelt dann den LF-Messwert mittels eines Umrechnungsfaktors in TDS um. Es ist zu beachten, dass man hierbei den richtigen Umrechnungsfaktor verwendet.
Bei der Auswahl eines Umrechnungsfaktors muss berücksichtigt werden, dass nicht alle gelösten Feststoffe leitfähig sind. Wenn Sie beispielsweise die LF eines Glases Wasser messen und dann Kochsalz hinzufügen, wird die LF steigen. Aber wenn Sie die gleiche Tasse Wasser nehmen, die Leitfähigkeit messen und dann Zucker hinzufügen, wird die Leitfähigkeit nicht beeinflusst.

Das liegt daran, dass Kochsalz in geladene Ionen zerfällt, wenn es in eine Lösung gegeben wird. Zucker löst sich auf, spaltet aber nicht die geladenen Ionen. Der TDS Wert wird jedoch durch die Zugabe von Salz und auch Zucker beeinflusst.
Die häufigsten Umrechnungsfaktoren zwischen LF und TDS sind 0,5 und 0,7.

Der Umrechnungsfaktor von 0,5 basiert auf der Beziehung von EC und TDS zu Natriumchlorid.

Der Umrechnungsfaktor von 0,7 basiert darauf, wie sich LF und TDS auf ein Gemisch aus Natriumsulfat, Natriumbicarbonat und Natriumchlorid beziehen. Um den Umrechnungsfaktor zu verwenden, multiplizieren Sie einfach Ihren EC-Wert mit dem Umrechnungsfaktor, um den TDS zu berechnen.

Elektrische Leitfähigkeit (LF) TDS (ppm oder ppt)
mS/cm µS/cm NaCl Umrechnung (0,5) 422 Umrechnung (0,7)
1,0 1000 500 ppm 0,50 ppt 700 ppm 0,70 ppt
1,5 1500 750 ppm 0,75 ppt 1050 ppm 1,05 ppt
2,0 2000 1000 ppm 1,00 ppt 1400 ppm 1,40 ppt
2,5 2500 1250 ppm 1,25 ppt 1750 ppm 1,75 ppt
3,0 3000 1500 ppm 1,50 ppt 2100 ppm 2,10 ppt

 

  1. Faktoren, die die LF der Erde beeinflussen

Viele Dinge können die elektrische Leitfähigkeit Ihres Bodens beeinflussen. Die häufigsten Faktoren sind Temperatur, Bodenart und dessen Feuchtigkeitsgehalt, Salzgehalt, Bewässerung und Düngung sowie die Tiefe des Bodens.

Verhältnis LF und Temperatur

Die Temperatur von Luft, Wasser und Erde beeinflusst die Messwerte der LF. Die LF einer Lösung ist stark temperaturabhängig. Je höher die Temperatur, desto höher der Leitwert, da die in einer Flüssigkeit enthaltenen Ionen, mit steigender Temperatur, mobiler werden und so die LF erhöhen. Diese Leitfähigkeitsveränderung wird in %/°C ausgedrückt und ist als Temperaturkoeffizient bekannt. Bei den meisten Anwendungen wie etwa bei Trinkwasser liegt er bei 2 %/°C. Um LF-Messwerte vergleichbar zu machen, bezieht man die Ergebnisse auf eine sogenannte Referenztemperatur von 20 bzw. 25 °C.

Bodenart und dessen Feuchtigkeit

Die Beschaffenheit des Bodens hat auch Einfluss auf die im Boden enthaltene Feuchtigkeit, was wiederrum die LF des Bodens beeinflusst. Ionen haften und binden sich an andere Teilchen (wie die Teilchen im Boden). Wenn alle Ionen gebunden sind, können Ionen schwerer detektiert werden. Feuchtigkeit oder Wasser hilft dabei, die Ionen freizusetzen, so dass sie einfacher gemessen werden können. Je nach Bodenart wird unterschiedlich viel Wasser und Luft in der Erde gespeichert (Porosität). Ein Sandboden z.B. kann nicht so viel Wasser speichern wie ein Schlammboden und hat daher eine geringere LF. Schlammige bzw. Tonhaltige Böden weisen eine höhere LF auf, da diese in der Lage sind mehr Wasser zu speichern. Der Vorteil hierbei ist, dass diese Böden genügend Wasser aufzunehmen und bei Überschuss wieder abzulassen, was dem Ernteertrag zu Gute kommt.
Eine andere Eigenschaft, die sich auf die LF- und Bodentextur bezieht, wird Kationenaustausch-kapazität (Abk.: KAK, T-Wert) genannt. KAK bezieht sich auf die Menge an Ton und organischen Stoffen im Boden. Ton hat eine höhere elektrische LF, also ist die LF umso höher, je höher die KAK ist.

Bewässerung und Düngung

Auch ein Boden kann salzig sein! Diese Salze können jedoch ein bei zu hoher LF ein Problem darstellen.
Salze sind sehr leitfähig und erhöhen daher die LF Ihres Bodens. Wasser, das zur Bewässerung von Kulturpflanzen verwendet wird, beeinflusst direkt die Qualität des Bodens, indem es die verfügbaren Salze und Nährstoffe entweder erhöht oder verdünnt. Dies wiederum beeinflusst die elektrische Leitfähigkeit. Salze setzen sich bei der Pflanze an den Wurzeln an, was zu „Wurzelverstopfungen“ führt und daher die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt und das Pflanzenwachstum gehemmt wird.

Es sollte darauf geachtet werden, dass das Bewässerungswasser einen geringen Salzgehalt aufweist. Ein gutes Anbaufeld sollte den LF-Wert von 4 dS/m nicht überschreiten. Der Wert kann je nach Pflanzenart variieren.

Die Zugabe von Düngemittel sollte die Pflanze zum optimalen Wachstum anregen, jedoch ist mehr nicht immer mehr! Düngemittel führen der Erde vermehrt Nährstoffe und Salze zu d.h. die zugeführten Ionen bewirken eine erhöhte LF der Erde. Fügt man zu viel Dünger hinzu kann dies die LF und Salzgehalt Grenzwerte erhöhen.

Tiefe der Erde

Auch die Tiefe des Bodens beeinflusst direkt die Leitfähigkeit. Pflanzen können nämlich nur im Oberboden, die nährstoffreiche oberste Bodenschicht, wachsen. Wenn das Grundgestein oder Lehm nicht tief genug in der Erde liegt bzw. zu nah an der Oberfläche ist, kann dies die LF des Bodens erhöhen, daher ist es ratsam das Anbaufeld genauer unter die Lupe zu nehmen.

  1. Wozu die Leitfähigkeit messen?

Bei einer Bodenanalyse geht es darum, sicherzustellen dass die Nährstoffe ausgewogen vorhanden und von den Pflanzen aufgenommen werden können. Eine pH-Messung ist Indikator dafür wie Fruchtbar ein Erdboden ist, während eine LF-Messung zeigt wie viel Nährstoffe tatsächlich vorhanden sind. Eine geringe LF zeigt einen Nährstoffmangel.

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Verwendung von LF Bodenkarten und einem besseren Ernteertrag. Wie Topografiekarten gibt es Karten, die die LF verschiedener geographischer Gebiete zeigen. Sie können eine eigene EC-Karte erstellen; Testen Sie die LF verschiedener Standorte und zeichnen Sie sie auf einer Karte ein.Pflanzen haben unterschiedliche Toleranzen für gelöste Salze und Nährstoffkonzentrationen. Pflanzen wie Erbsen und Bohnen reagieren sehr empfindlich auf im Boden abgelagerte Salze (LF sollte unter 2 mS/cm liegen). Weizen und Tomaten haben eine moderate Toleranz für höhere Leitfähigkeit. Baumwolle, Spinat und Zuckerrüben sind Beispiele für Pflanzen mit sehr hohen LF-Toleranzen; Der Boden für diese Pflanzen kann bis zu 16 mS/cm hoch werden, bevor der Ernteertrag beeinträchtigt wird.* Es ist wichtig die LF des Bodens auszugleichen, um eine optimale Pflanzengesundheit zu fördern. * ref. einer Studie die LF durch einen 1:1 und einen 1:5 gesättigten Bodenextrakt gemessen hat

 

  1. LF Analysemethoden

Es gibt viele verschiedene Methoden, um die LF Ihres Bodens zu bemessen. Sie könnten entweder das Porenwasser (das in der Erde gespeicherte Wasser), die Gesamtleitfähigkeit der Erde, oder eine Aufschlämmung vorbereiten und daraus die LF messen.

Hanna Tipp: Wenn Sie die LF Ihres Bodens messen, dann nehmen Sie Messungen am besten direkt neben den Pflanzen und auch in weiterer Entfernung vor. Feuchtigkeit, Nährstoffe, LF und pH-Wert können in einem bepflanzten Feld stark variieren.

 

Porenwasseranalyse

Anwendung: Gewächshäuser, Hydroponik, Wasser

Vorteil: Sie können sehen, welche Nährstoffe tatsächlich Ihren Pflanzen zur Verfügung stehen

Nachteil: Sie benötigen einen Porenwasserextraktor oder mehrere Messungen und Berechnungen

 

Die LF-Messung im Porenwasser gibt Ihnen Aufschluss über die Pflanzenaktivität im Boden.
Pflanzen können Nährstoffe nur dann aus dem Boden aufnehmen, wenn sie in der Nähe ihrer Wurzeln im Wasser gelöst sind.

Um die LF Ihres Porenwassers zu messen, ist es notwendig zuerst das Wasser aus der Erde zu extrahieren. Dies wird mit einem Porenwasserextraktor oder einem Sauglysimeter durchgeführt. Ein Sauglysimeter ist eine lange Röhre mit einer nicht-reaktiven porösen keramischen Kappe. Die nicht reaktive Kappe ist wichtig, damit die Nährstoffe, die mit dem Wasser aufgezogen werden, die Messwerte nicht beeinträchtigen. Lysimeter erzeugen genug Sog, um die Wasserspannung im Boden zu brechen. Sobald die Spannung gebrochen ist, fließt das Wasser natürlich in das Lysimeter. Hanna Tipp: Bei der Probennahme bei Pflanzen am besten mehr als ein Lysimeter verwenden, da die Nährstoffe zwischen Oberfläche und Wurzelnähe stark variieren.

Messverfahren:

  1. Wasser aus dem Boden entnehmen
  2. Sobald das Wasser extrahiert ist, spülen Sie ein sauberes Becherglas mit dem selben Wasser
  3. Befüllen Sie den Becher mit ausreichend extrahiertem Wasser, sodass die Sondenspitze in die Probe eingetaucht ist
  4. Spülen Sie die Sonde mit deionisiertem Wasser und dann ein wenig mit der Wasserprobe
  5. Führen Sie die Messung durch

Messung der Gesamtleitfähigkeit der Erde

Anwendung: Langzeitmessungen, Felduntersuchungen

Vorteil: Gesamtleitfähigkeit der Erde, Wasser und Luft; einfach und keine Zusatzgeräte notwendig

Nachteil: erkennt keinen Unterschied zwischen den Bodenarten; erkennt keinen Unterschied zwischen Luft und/oder Wasser im Boden

 

Die Gesamtleitfähigkeit umfasst die LF der Erde, Wasser und Luft in Ihrer Probe. All diese Komponenten verfügen über geladene Ionen, was eine LF-Messung ermöglicht. Dadurch können Sie die Porenwasserleitfähigkeit und die gesättigte Extraktleitfähigkeit aus dem Ergebnis berechnen. Zur Berechnung müssten Sie den Wassergehalt im Boden kennen.

Messverfahren:

  1. Zu testenden Standort bestimmen
  2. Spülen Sie die Sonde mit deionisiertem Wasser
  3. Die Sonde sollte abgetrocknet sein und die Erde am besten feucht
  4. Machen Sie ein Loch in den Boden. Für konsistente Tiefe am besten einen Erdbohrer verwenden.
  5. Stecken Sie die Sonde direkt in die Erde und führen Sie die Messung durch

 

Aufschlämmungsmethode

Anwendung: Salzvorkommen, Landwirtschaft, Felduntersuchungen

Vorteil: Salzgehalt und Fruchtbarkeit der Erde

Nachteil: Vorbereitung mehrerer Proben notwendig, zeitintensiv

https://www.youtube.com/watch?time_continue=7&v=GB5HLqmJzVs

Diese Methode ist die Gängigste um den Salzgehalt und die LF der Erde zu bestimmen. Diese Methode ist sehr genau!

Ein Boden besitzt Zwischenräume in denen Wasser und Luft gespeichert werden. Eine Bodenprobe vollständig mit Wasser zu sättigen bedeutet, alle Porenräume mit Wasser zu füllen.

Messverfahren:

  1. Bodenprobe entnehmen
  2. Spülen Sie die Bechergläser mit deionisiertem Wasser und lassen Sie diese trocknen bevor sie verwendet werden
  3. Mischen Sie Ihre Bodenprobe 1:2 mit destilliertem Wasser
  4. Vermengen Sie das Gemisch am besten mit einem Magnetrührer
  5. 15min stehen lassen
  6. Filtern Sie die Probe
  7. Spülen Sie ein Becherglas zuerst mit der extrahierten Wasserprobe
  8. Befüllen Sie das gespülte Becherglas mit der extrahierten Wasserprobe, sodass die Sonde ausreichend eingetaucht werden kann
  9. Spülen Sie die Sonde mit deionisiertem Wasser und danach mit ein wenig Wasserprobe ab
  10. Sonde in das Becherglas eintauchen und Messung durchführen

 

Hanna Tipp: Spülen Sie Ihre Sonde vor der eigentlichen Messung mit der Probe. Dies kann helfen schnellere und genauere Ergebnisse zu bekommen.

  1. Messgeräte zur Bemessung der LF der Erde

Hanna Instruments bietet verschiedene Ausführend zur Temperatur, pH und LF Messung der Erde. Die Geräte verfügen über zahlreiche Funktionen und Optionen, um Ihren Testanforderungen gerecht zu werden.

Allgemein empfehlen wir darauf zu achten, dass das Messgerät über eine Temperaturkompensation (ATC) verfügt. Die Temperatur kann das Verhalten der LF des Bodens und die Leistung Ihrer LF-Sonde verändern. Ein Messgerät mit ATC wäre in der Lage, die elektrische Leitfähigkeit an diese Änderungen anzupassen. Die Hanna Instruments GroLine Serie wurde speziell zur Messung von pH, EC/TDS und Temperatur direkt in der Erde oder in hydroponischen Nährstofflösungen entwickelt.  Digitale LF-Tester für ErdmessungenHanna Tester sind handliche, genaue und einfach zu bedienende Geräte zur einfachen Bemessung bestimmter Parameter. Hanna bietet sowohl Tester für die direkte Erdmessung, Einzelparameter-Tester aber auch Kombitester, die mehrere Parameter in einem bestimmen können.Grundsätzlich sind alle Hanna Tester so konzipiert, dass sie für gewisse Anwendungen ausgelegt und dementsprechend beständig sind, sowohl Gehäuse als auch Innenleben und Elektrode.  Tragbares LF-Messgerät für die Erde

Tragbare Messgeräte sind die verbesserte und weiterentwickelte Ausführung von Tester. Meistens können mit solchen Geräten mehrere Parameter gemessen werden. Die Geräte unterscheiden sich in Design und Funktionen: Parameter, Bedienung, Funktionen, uvm.

Tragbare Geräte sind komplexer und auch größer als Tester, aber nicht unbedingt komplizierter. Hilfekontexte und GLP (Good Laboratory Practices) sind nennenswerte Vorteile gegenüber eines Testers; man kann grundsätzliche professioneller mit diesen Geräten arbeiten. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Messbereich zu Ihren erwarteten Werten passt!

  1. LF Sonden

Die Auswahl der Sonde, die zu Ihren Testanforderungen passt, ist genauso wichtig wie die Vorbereitung Ihrer Bodenproben. Es gibt drei Haupttypen von Sonden, die bei der LF-Prüfung verwendet werden: Amperometrische Zwei-Ring-Sonde, Potentiometrische Vier-Ring-Sonden und Iduktionssonden. Alle Arten von Sonden müssen ordnungsgemäß gewartet werden.

Amperometrische Zwei-Ring-Sonde

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Vorteil: kostengünstig, geringe Probenvolumina erforderlich, kein Fringe-Field Effekt

Nachteil: Messgerät für jeden Messbereich notwendig, Polarisationseffekt

 

Die LF kann unter Verwendung einer Zwei-Ring-Sonde gemessen werden. Diese wird auch als amperometrische Elektrode bezeichnet. Es handelt sich um herkömmliche Sonden, die bei Messungen in Proben mit geringen LF (bis 2 mS/cm) eingesetzt werden. Die Sonde ist preiswert und sehr vielseitig. Diese Sonden-Art besteht aus einem nicht-reaktiven Material damit sie nicht korrodieren oder mit Ihrer Probe reagieren. Bei Messungen über mehrere Messbereiche, bieten sie den Nachteil, Messwerte aufgrund ihres Polarisierungseffekts zu verfälschen. Die beiden Elektroden sind voneinander isoliert, sodass Sie nur mit der Probe und nicht miteinander in Kontakt kommen. Die beiden Elektroden messen den Strom, der durch die in der Probe enthaltenen Ionen fließt. Zwischen den Elektroden muss ein Abstand sein, da sonst ungenaue Messwerte gemessen werten. Schmutzreste und Verkrustungen an den Sonden verringern den Abstand der Sonden, und können so auch zu ungenauen Messungen führen. Eine ordnungsgemäße Reinigung ist erforderlich.Ein anderes Problem, das bei der Verwendung dieser Art von Sonde auftreten kann, ist der Polarisationseffekt. Dies ist besonders üblich bei Elektroden mit zwei Sonden aus rostfreiem Stahl. Eine elektrische Ladung kann sich zwischen den Pins aufbauen und dazu führen, dass die LF-Messwerte niedriger sind als sie sein sollten. Eine Polarisation kann man minimieren, indem man eine Sonde mit Graphitstiften verwendet. Graphitelektroden sind weniger reaktiv als Elektroden aus rostfreiem Stahl. Bei Verwendung einer solchen Sonde, sollten Sie den ungefähren Wert Ihrer Probe kennen. Der feste Abstand zwischen den Elektroden in der Sonde bedeutet, dass die Sonde innerhalb eines bestimmten Bereichs am besten funktioniert.  Vier-Ring-SondeVorteil: eine Sonde für den gesamten Messbereich, erhöhte Genauigkeit im hohen Messbereich, kein PolarisationseffektNachteil: Fringe Field Effekt, mehr Probenvolumina notwendig, kostenintensiver Die Vier-Ring-Sonde oder auch potentiometrische Sonde genannt funktioniert anders als die zwei-Ring-Sonde. Diese Sonde besitzt vier Metallringe im Inneren; durch die zwei zusätzlichen Ringe wird dem Polarisationseffekt entgegengewirkt. Die zwei mittleren Ringe funktionieren als Sensorelektrode und die beiden äußeren Ringe dienen als Antrieb. Die Antriebselektroden liefern die elektrische Spannung, die die Innenringe detektieren. Bei Einführung in eine Probe sinkt die Spannung proportional zur Leitfähigkeit. Diese Änderung wird in Leitfähigkeit umgewandelt. Damit die Sonde funktioniert, müssen die Entlüftungslöcher über den vier Metallringen vollständig eingetaucht sein. Dies bedeutet, dass Sie bei Verwendung einer Leitfähigkeitsmesssonde mit vier Ringen eine größere Probengröße benötigen, um genaue Messungen zu erhalten.Vier-Ring-Sonden haben den Vorteil, dass sie den kompletten Messbereich mit nur einer Sonde gemessen werden kann (bis zu 1 S/cm). Außerdem ist diese Art von Sonde bei der Probenanalyse mit höherer LF genauer.Obwohl bei dieser Sondenart der Polarisationseffekt nicht gegeben ist, tritt der Fringe-Field-Effekt auf. Dieser Effekt tritt auf, wenn das elektrische Feld um die Sonde den Probenbehälter berührt; dies führt zu ungenauen Messwerten. Man kann den Effekt vermeiden indem man genügend Abstand zwischen Sonde und Behälterrand hält (mind. 1cm).

 

8. Pflege und Wartung einer LF Sonde

 

hi763100Für genaue Messergebnisse müssen Sonde und Messgefäß einwandfrei sauber sein. Sie sind von jeder Messung 2-3 mal mit der Probe abzuspülen. Reinigung, Kalibrierung und eine sachgemäße Lagerung verlängern die Lebensdauer der Sonde. Achten Sie auf Sonden, die mehr als nur LF messen: pH Sonden bedarf es ebenfalls an Pflege.  Regelmäßige ReinigungDie richtige Reinigung der Sonde zwischen den Messungen ist wichtig, um stabile Messwerte zu erhalten. Einige Meter zeigen an, wenn die Sonde gereinigt werden sollte. Rückstände an den Sonden können dazu führen, dass das LF-Messgerät einen zu niedrigen oder zu hohen Messwert erhält. Je nach Art der Sonde, gibt es bei der Reinigung Dinge worauf sie achten sollten.  Regelmäßige Kalibrierung

Für die Kalibrierung werden Leitfähigkeitslösungen mit bekanntem Leitwert verwendet. Zu beachten ist dabei, dass Kalibrierbedingungen und Messbedingungen, wie etwa Probentemperatur, identisch sind. Je nach Modell und gewünschter Messgenauigkeit kann die Kalibrierung an bis zu fünf Punkten erfolgen. In der Regel jedoch erfolgt die Kalibrierung bei einem Punkt, dies ist für eine gute Messqualität meist ausreichend. Bei Proben mit einer nichtlinearen LF-Kurve wird allerdings eine Kalibrierung bei mehreren Punkten empfohlen.

Die gewünschte Messgenauigkeit der Anwendung und die Art der Probe bestimmen die Häufigkeit der Kalibrierung, zum Teil ist sie auch ein Erfahrungswert des Anwenders. Bei ordnungsgemäßer Pflege der Sonde und nicht aggressiven Proben kann die Kalibrierung bis zu vier Wochen halten.

Ständig Konditionieren

Vor Ihrer Aufbewahrung sind LF-Sonden mit destilliertem Wasser abzuspulen. Dadurch werden unerwünschte Ablagerungen auf der Messoberfläche vermieden. Sie werden trocken gelagert. Wenn die Sonde eine Kombielektrode mit einer pH-Sonde ist dann sollte die Sonde in einer HI70300L Aufbewahrungslösung gelagert werden, da eine pH-Elektrode immer feucht gehalten werden sollte damit die Membran nicht spröde wird.

Lebensdauer

Im Gegensatz zu pH-Elektroden verbrauchen sich LF-Sonden bei einer ordnungsgemäßen

Handhabung nicht. Lediglich die Zellkonstante kann sich bei Veränderung der Oberfläche verschieben. Eine Veränderung der Oberfläche ist zurückzuführen auf Luftbläschen, die sich zwischen den Elektroden bilden, Fingerabdrücke, Kratzer oder Salzablagerungen.