In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden Antioxidantien häufig als Konservierungsmittel verwendet, um die Qualität aufrechtzuerhalten und Verderb zu verhindern. Eines der gebräuchlichsten Antioxidationsmittel, das verwendet wird, sind Sulfite, die eine Gruppe von Verbindungen sind, die das Sulfition (SO₃²-) enthalten.
Diese Verbindungen hemmen den Metabolismus von Mikroorganismen und verhindern somit deren Wachstum und erhöhen die Stabilität des Produkts zusätzlich zur Verhinderung einer Oxidation.
Die Oxidation kann aus der Einwirkung von Licht und Sauerstoff resultieren und ist unerwünscht, da sie Fehlaromen und Farbenänderungen verursacht. Sulfite werden Lebensmittel typischerweise in Form von Salzen, wie Kaliummetabisulfit oder Natriumbisulfit, zugesetzt. Es wird ausreichend Sulfit zugegeben, um den Oxidierenden Stoff zu neutralisieren, während ein kleiner Teil des Sulfits unverändert bleibt.
Diese “freien” Sulfite bieten einen kontinuierlichen Schutz vor Oxidation und mikrobiellem Wachstum während der Lagerung des Produkts bis hin zum Verbrauch.

Übermäßige Mengen an Sulfiten beeinträchtigen jedoch die Lebensmittelqualität und sind für manche Menschen gefährlich. Überschüssige Sulfite können einen unangenehmen schwefelhaltigen Geschmack und Aroma in Lebensmitteln verursachen. Personen, die Sulfit-empfindlich sind, weisen außerdem eine Reaktion auf, die einer allergischen Reaktion ähnelt; Die Symptome reichen von einem Ausschlag bis zur Anaphylaxie. Folglich werden Sulfitzusätze zu Lebensmitteln und Getränken durch den Allgemeinen Standard für Lebensmittelzusatzstoffe, eine Bestimmung der Codex-Alimentarius-Kommission, international geregelt.
Freie Sulfite werden durch eine Vielzahl von Mitteln quantifiziert, aber eine Titration ist die einfachste und beliebteste Methode. Die gängigste Titrationsmethode, die in der Industrie zur Sulfitbestimmung verwendet wird, ist als Ripper-Methode bekannt.
Bei dieser Methode reagiert Jod, ein Oxidationsmittel, mit Schwefeldioxid in sauren Lösung und der Äquivalenzpunkt wird unter Verwendung einer Platin-Pin-ORP-Elektrode detektiert.
Wenn andere Antioxidationsmittel vorhanden sind, wie Ascorbinsäure, können Sulfite unter Verwendung einer Blindtitration isoliert werden. Sulfite werden selektiv durch die Zugabe eines Aldehyds, wie Formaldehyd oder Glyoxal, gebunden. Die Blindprobe kann dann verwendet werden, um das Volumen des Titriermittels zu bestimmen, das mit allen anderen reduzierenden Substanzen reagiert. Dann wird eine zweite Probe ohne Zusatz eines Aldehyds verwendet, und das Titriermittelvolumen wird unter Verwendung der Gleichung [(Probentitriervolumen) – (Blank Titrant Volume)] bestimmt.

Ein großer Fruchtsaftproduzent kontaktierte Hanna Instruments für eine Methode, um freie Sulfite in ihren Produkten zu messen. Sie verarbeiten in ihrem Qualitätssicherungslabor eine Vielzahl von Proben und suchen nach einer Methode, um ihre Analysen zu automatisieren und gleichzeitig den Durchsatz zu erhöhen. Hanna hat das automatische Potentiometrische Titrationssystem (pH / mV / ISE) – HI902C mit dem automatischen Probengeber für den automatischen potentiometrischen Titrator – HI921 angeboten.
Mit dem Probenwechsler können bis zu 18 Proben nacheinander gemessen werden. Der HI921 wird direkt an den HI902C angeschlossen und greift auf dessen Titrationsmethoden zu. Sobald eine Methode festgelegt ist, können Benutzer die automatische Messreihenfolge ihrer Proben mit dieser Methode festlegen. Probennamen können definiert oder automatisch mit vorgegebenen Werten befüllt werden. Sobald die Sequenz abgearbeitet ist, sind zwei Berichte bereit zur Überprüfung: ein Abfolgebericht, der eine Tabelle mit Probennamen, Becherposition, Probengröße und Ergebnis für das Karussell enthält und ein detaillierter Titrationsbericht für jede einzelne Probe, inklusive eines Graphen mit den Titrationsdaten
Der Kunde schätzte die optionalen Peristaltikpumpen am Autosampler, die die Zugabe von Schwefelsäure und ausreichend deionisiertem Wasser ermöglichten, damit die Elektrodenverbindungsstelle ausreichend eingetaucht und benetzt wird. Dadurch erspart man sich vor der Titration die manuelle Zugabe von Reagenzien.
Noch ein Vorteil sind die zwei getrennten Prüfberichte von Titrator und Autosampler; Der Bericht vom Autosampler enthält eine tabellarische Zusammenfassung aller ausgeführten Proben und deren Ergebnisse, während der Titratorbericht einen benutzerdefinierten detaillierten Bericht zu jeder einzelnen Probe im Behälter einschließlich des Titration-Diagramms. Berechnungen werden ebenfalls automatisch durchgeführt.

Im Großen und Ganzen ist der automatische Titrator HI902C in Verbindung mit dem HI921 Autosampler eine leistungsstarke und intuitive Lösung zu Ihren Analyseanforderungen.