Über die Nutzung von Fluorid als einen Zusatzstoff in Trinkwasser wird schon seit 70 Jahren diskutiert. Obwohl Fluorid natürlicherweise in unterschiedlichster Konzentration in Trinkwasser vorkommt, wird des oft zusätzlich von Wasseraufbereitungsanlagen und Trinkwasseranlagen beigefügt, da es einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung haben kann. Die positiven Effekte auf die Gesundheit der Zähne sind wissenschaftlich bestätigt worden, jedoch sind viele Menschen über die Nebenwirkungen des fluoridversetzten Wasser beunruhigt und bestehen darauf wählen zu können, ob sie fluorisiertes Wasser konsumieren oder nicht.

Das Messen von Fluorid in Trinkwasser

Die Geschichte des fluoridversetzten Wassers reicht zurück bis in die frühen 1900 Jahre. Dr. Frederick McKay, ein junger Zahnarzt aus Colorado beobachtete, dass seine Patienten von der Pikes Peak Region vermehrt verfärbte Zähne hatten – auch bekannt als Fluorose. Allerdings waren die Zähne seiner Patienten auch weniger von Karies befallen als von andere Patienten. Wissenschaftler glaubten ursprünglich, dass die Ursache für kariesresistente Zähne auf Kalzium zurück zu führen sei. Nach jahrzehntelangen Nachforschungen wusste man jedoch, dass das Wasser in den Pikes Peak Bergen einen hohen Anteil an Fluor enthält, welches den Fluoridgehalt des Wassers in dieser Region erhöhte.

Nachdem mehrere Studien durchgeführt und veröffentlicht worden sind, verbreitete sich schnell das Flourid einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann, wenn es in der richtigen Menge eingenommen wurde. In den 1950ern wurden Modellversuche durchgeführt, um den Einfluss von Trinkwasser mit künstlich versetzten Fluorid auf den Körper zu testen.

Die Tests hatten sehr gute Ergebnisse in der Vermeidung von Karies erzielt. Somit wurde die Hinzugabe von Fluorid in Trinkwasser akzeptiert. In 2015 wurden fast 70 % der U.S. Einwohner mit fluoridversetzten Wasser versorgt. Das Wasser kann auf vielen verschiedenen Weisen mit dem Fluoridversetzt werden (z.B. Hexafluorokieselsäure, Fluorsilikat und Natriumfluorid). Fluorid wird auch oft bei der Herstellung von Mundwasser und Zahnpasta verwendet.


Anwendung:

Eine Trinkwasseraufbereitungsanlage kontaktierte Hanna um ihr Quellwasser und auch das aufbereitete Wasser auf Fluoridzu überprüfen. Da durch die Messung des Quellwassers die Zugabe des Fluorids gemäß der Umweltschutz Agentur vorgeschriebenen Richtwertes von 4,0 mg/L als auch die lokalen Bestimmung über einem Richtwert von 1,5 mg/L nicht überschreiten darf. Hanna Instruments empfahl das HI5222 Research Grade pH/ORP/ISE Labormessgerät mit einerHI4010 Ionenselektiven Elektrode (Halbzelle, für Nachweis von Fluoridionen) und einer HI5315 ISE Referenzelektrode (Halbzelle). HANNA Instruments schlug dem Kunden vor für die Messung von niedriger Fluoridkonzentrationen die im HI5222 hinterlegte Methode (namens „known addition“) mit der passenden Funktion (incremental method) zu wählen. Bei dieser Methode führt der Anwender vor und nach der Hinzugabe des Standards zur Probe eine Messung durch. Das HI5222 verfügt über vorprogrammierte Anweisungen und Formeln für mehrere inkrementelle Methoden. Diese führen den Anwender durch das Verfahren, ohne manuellen Kalkulierungen durchführen zu müssen.

Der Kunde schätzte die einfach anzuwendenden Messungen und auch die erhöhte Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der bekannten Zusatzmethode. Die Möglichkeit der Aufzeichnung von 100.000 Datenpunkte (pro Kanal) erlaubte es ihm eine große Anzahl an Daten zu speichern und wieder aufzurufen, ohne sich Gedanken über das Überschreiten des Speicherplatzes machen zu müssen. Insgesamt war der Kunde sehr zufrieden, vor allem wusste er die Genauigkeit und das einfache Messen des Fluoridgehalts durch die Nutzung des HI5222 und der Fluorid ISE sehr zu schätzen.