Einführung

Die Messung von Phosphaten ist ein kritischer Messparameter in der Meerwasseraquaristik. Phosphate sind vereinfacht gesagt Phosphorverbindungen, die durch Tierkot und Zerfall von toten Tieren im natürlichen Meerwasser vorkommen. Zu hohe Konzentrationen können allerdings die Verkalkung, Skelettbildung hemmen und ein störendes Algenwachstum verursachen, sowie das Wachstum vieler Korallenarten verhindern. Algen sind Organismen, die Licht, Nährstoffe und Platz für sich beanspruchen, dies kann für die Gesundheit Ihrer Korallen auf lange Sicht gefährlich werden. Es gibt eine Vielzahl an Test-Kits zur Analyse der Wasserwerte in Ihrem Aquarium, um Phosphor – meist als Orthophosphate zu messen.

Orthophosphate

Die Analyse des Orthophosphates ist entgegen der Analyse anderer Phosphorverbindungen ohne vorherigen Säureaufschluss möglich. Orthophosphate sind Verbindungen, die Phosphor- und Sauerstoffatome enthalten. Sie werden üblicherweise als Phosphat bezeichnet. Es gibt zwei Möglichkeiten Orthophosphat-Werte auszugeben, entweder als PO43- (Orthophosphat) oder als PO4-P (Phosphor in Orthophosphat). Ersteres zählt die Sauerstoffatome zum Ergebnis, während letzteres nur die Phosphoratome berücksichtigt. Orthophosphat-Tests, die Ergebnisse als Phosphor anzeigen, dürfen nicht mit Gesamt-Phosphor-Tests verwechselt werden, denn diese benötigen einen komplizierten Aufschluss, der auch die gebundenen Phosphorverbindungen in Lösung bringt.

Umrechnung

Durch Multiplikation der PO4-P-Konzentration mit dem Faktor 3,066 erhält man die PO43- – Konzentration. Der Umrechnungsfaktor von 3,066 berücksichtigt das Atomgewicht der Sauerstoffatome neben dem Phosphoratom. Ein Phosphoratom hat ein Atomgewicht von etwa 31g/mol und ein Sauerstoffmolekül von 16g/mol. Da sich ein Orthophosphation aus einem Phosphoratom und vier Sauerstoffatomen zusammensetzt, beträgt dessen Gesamtmolekulargewicht 95g/mol.

Das Gesamtgewicht eines Orthophosphations kann durch das Gewicht eines Phosphoratoms dividiert werden, um den Umrechnungsfaktor von 3,066 zu erhalten. Um Teile pro Milliarde (ppb = µg/L) in Teile pro Million (ppm = mg/L) umzuwandeln, kann die Konzentration einfach durch 1000 geteilt werden. Um das Messergebnis des HI736-ULR-Phosphor-Checker in ppm Phosphat umzuwandeln, multiplizieren Sie die Ergebnisse mit 3,066 und dividieren Sie dann durch 1000.

PO43- = 16 × 4 + 31 = 95 g/mol
(95 g/mol)/(31 g/mol) = 3,066 Umrechnungsfaktor

Phosphat im Riffaquarium messen

Hanna‘s Checker® HC HI713 für Phosphat (niedrig) und HI736 für Phosphor (ultraniedrig) messen Orthophosphat. Der HI736 wurde speziell für Meerwasser entwickelt und verwendet eine Absorptionskurve für salziges Wasser, während der HI713 sowohl in Salz- als auch in Süßwasser verwendet werden kann. Der HI736 Checker® HC für Phosphor (ultraniedrig) besitzt einen Bereich von 0 bis 200 ppb PO4-P, der 0,003 ppm bis 0,613 ppm PO43- entspricht. Der HI713 Checker® HC für Phosphat (niedrig) hat einen Bereich von 0,00 bis 2,50 ppm PO43-. Beide Checker verwenden eine photometrische Messmethode. Diese ist eine Adaption der Ascorbinsäure-Methode mit einer LED-Lichtquelle bei einer Wellenlänge von 525 nm und einer Silizium-Fotozelle als Lichtdetektor.

Phosphat niedrig

Und welcher Checker ist nun der Richtige?

Der HI713 Checker® HC für Phosphat (niedrig) eignet sich besser für Riffbecken, in denen Korallenarten leben, die weniger empfindlich gegen Phosphat sind, wie z.B. bestimmte Weichkorallen. Er eignet sich auch ideal für Süßwasseraquarien, Koibecken oder Fischwassertanks.

Der HI736 Checker® HC für Phosphor (ultraniedrig) wurde für Riffaquarien mit SPS-Korallenbesatz und Aquarien mit einem angestrebten Phosphatgehalt von weniger als 0,03 ppm entwickelt.

Dank unserer Checker® HC sind Sie in der Lage, Phosphate in Ihrem Riffaquarium gut und regelmäßig zu überwachen, so dass dem gesunden Wachstum ihrer Korallen kaum noch etwas im Wege steht.