Die Gesamthärte des Wassers setzt sich aus der permanenten und der temporären Härte zusammen. Diese wird auch als Summe aller Erdalkaliionen, der alle Elemente der zweiten Spalte des Periodensystems wie Kalzium und Magnesium angehören, bezeichnet.
Die temporäre Härte wird auch Hydrogenkarbonathärte genannt und gibt den Gehalt Magnesium- und Kalziumhydrogenkarbonat im Wasser an. Je nachdem in welcher chemischen Verbindung Kalzium und Magnesium vorliegen- verhalten sich diese unterschiedlich beim Erwärmen des Wassers. Hydrogenkarbonate fallen bei einer Wassertemperatur von +60°C zu unlöslichen Verbindungen, den Karbonaten, aus. Der unlösliche Kalk oder Kesselstein stellt für viele technische Geräte ein Problem dar.
Andere Verbindungen von Kalzium- und Magnesium mit Sulfaten und Nitraten bleiben beim Erwärmen des Wassers gelöst, jedoch bilden auch diese nach dem Verdunsten des Wassers Kalkflecken auf den Badezimmerfließen. Die löslichen Kalzium- und Magnesiumnitrate und –sulfate werden als permanente Härte bezeichnet.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

In Österreich liegt fast ausschließlich mittel-hartes Wasser vor. Gemessen wird in deutschen Härtegraden °H oder in internationalen Einheiten (SI-Einheiten) in mmol/L:

Wasser bis 1,5mmol/L bzw. 8,4°H gilt als weiches Wasser.
Zwischen 1,5 bis 2,5 mmol bzw. 8,4-14 °H wird mittelhartes Wasser eingestuft.
Ab 2,5mmol und 14°H spricht man von hartem Wasser.

Überprüfen Sie regelmäßig selbst mit dem HI96735 die Gesamthärte ihres Brauch- und Trinkwassers um technischen Problemen vorbeugen zu können. Die Auswirkungen von weichem Wasser sind ein fader Geschmack des Trinkwassers, außerdem kann es leicht zu Korrosionen der Leitungen kommen, wenn der Gehalt an Nitrat, Chlorid oder Eisen des Wassers erhöht ist (siehe Blog-Einträge der letzten Wochen auf der Homepage von HANNA). Weiches Wasser ist aber wie gesagt in Österreich selten der Fall, viel häufiger leiden wir unten den Folgen von zu hartem Wasser: Verkalkte Wasserkocher und Kaffeemaschinen müssen oft mit Zitronensäure entkalkt werden, Wasserenthärter sind heutzutage fast jedem Waschmittel beigefügt und der Geschirrspüler benötigt Regeneriersalz um zuverlässig das Geschirr auch noch nach einigen Jahren spülen zu können. Auch steigt der Waschmittel- und Seifenverbrauch bei hartem Wasser an.

Jedoch muss hier erwähnt werden, dass nicht alle Ablagerungen in unseren Leitungen von Kalzium- und Magnesiumverbindungen verursacht werden, sondern auch durch Korrosionsvorgänge entstehen können. Wasser soll sogar eine gewisse Härte aufweisen um überschüssige Korrosionen zu vermeiden.

Trinkwasser darf aus technischen und geschmacklichen Gründen und nach dem § 76 des LMSVG (Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz)nicht mehr als 150 mg/L Magnesium und nicht über 400 mg/L Kalzium enthalten. Gesundheitliche Schäden sind bei höheren Werten nicht zu erwarten, da Magnesium erst ab 400 mg/L abführend wirkt und dies zuvor schon durch den unangenehm bitteren Geschmack von Magnesiumsulfat bemerkt wird.

Überprüfen Sie selbst regelmäßig mit dem tragbaren Photometer HI95735die Wasserhärte ihres Trink- und Brauchwassers um technischen Schäden vorzubeugen bzw. ökonomischer Wirtschaften zu können indem Sie selbst darüber Bescheid wissen wie hart Ihr Wasser ist und auch darüber wieviel und welches Waschmittel so benötigen.

Nachfragen bzw. selbst Nachprüfen

Der Härtegrad des Leitungswassers kann bei öffentlichen Stellen in Österreich erfragt werden, wenn man an das öffentliche Wassernetz angeschlossen ist. Wird das Wasser aus einem Trinkwasserbrunnen bezogen muss dieser vorschriftsgemäß überprüft werden.

Wer die Überprüfung regelmäßig selbst vornehmen möchte kann dies mit dem praktischen tragbaren Photometer HI96735 von Hanna Instruments tun. Das wasserdichte Messgerät ist bestens für den mobilen Einsatz geeignet. Auf dem großen Display können die Messergebnisse gut abgelesen werden. Die photometrische Bestimmung der Wasserhärte zeichnet sich durch hohe Genauigkeit und gute Reproduzierbarkeit aus.