Das Konservieren von Lebensmittel wird schon seit tausenden von Jahre in vielen verschiedenen Formen praktiziert und es werden bis heute neue Wege erforscht um Lebensmittel länger haltbar zu machen. Durch die uns zur Verfügung stehenden Technologie und der fortgeschrittenen Forschung werden immer neue Wege gefunden, um die Haltbarkeit von Lebensmittel zu verlängern. Schon im Mittelalter haben die Menschen Speisen eingesalzen oder geräuchert, um diese länger haltbar zu machen, neue Methoden jedoch verwenden Lebensmittelzusatzstoffe und/oder Bestrahlung. Diese modernen Methoden zur Konservierung sind technisch etwas anspruchsvoller und können auch so manche Schwierigkeiten verursachen.

Eines der beliebtesten Methoden, welche wir noch heute anwenden, ist das Einkochen von Gemüse, Früchten etc… Diese Methode kann bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück datiert werden. Die Entdeckung dieser Methode ist der französischen Regierung zu verdanken. Denn diese versprach ihrem Volk eine Belohnung für denjenigen, der einen Weg findet große Mengen an Lebensmittel billig und effektiv zu konservieren. Zu dieser Zeit brauchte die französische Regierung eine Lösung mit der sie ihre Lebensmittelversorgung verbessern konnten um ihre Armee, die sich gerade im napoleonischen Krieg befand, zu versorgen. Der Erfinder der Einmach-Methode entdeckte, dass Lebensmittel die gekocht und in Einmachgläsern aufbewahrt werden, nicht verderben bis diese geöffnet werden. Jedoch waren Einmachgläser für die Armee nicht geeignet, da diese für den langen und holprigen Transport nicht in Frage kamen. Deswegen verwendeten Sie stattdessen Dosen aus Stahl. Hobbyköche und Gärtner können ihre selbstgeerntetes Gemüse und Früchte in ein Einmachglas geben, es kochen und danach gut Verschließen um dadurch das Wachstum von Bakterien zu verhindern.

Beim industriellen Einmachen von Lebensmitteln werden vor allem Aluminiumdosen oder verzinnte Stahldosen verwendet. Diese Dosen werden innen mit Epoxidharz beschichtet, um ein Auslaufen des Metalls in das konservierende Produkt zu verhindern. Zusätzlich zur dieser Methode werden auch chemische Zusatzstoffe beigefügt, die den Verderb verhindern soll. Die Hitze und der Druck, welcher während dem Einmachen auf die Lebensmittel einwirken, verlängern die Haltbarkeit. Trotzdem fügen Produktionsbetriebe zusätzliche Konservierungsmittel hinzu, wie Sulfite und Kalziumchlorid um die Haltbarkeit zu erhöhen, die Frische zu erhalten und die Konsistenz des Produktes zu verbessern. Kalziumchlorid (CaCl2) wird bei der Produktion von vielen Lebensmitteln verwendet (z.B. Käse, Tofu, Sport Drinks), da es Klumpen vermeidet, stabilisiert und auch das Produkt verdicken kann. Kalziumchlorid kann hinzugefügt werden, um den Verlust der Mineralien während der Käseherstellung oder auch beim Brauen von Bier auszugleichen. Dosengemüse- und Essiggurkenhersteller verwenden Kalziumchlorid als Ersatz für Natriumchlorid in ihren Solebädern um den Natriumgehalt zu senken, aber trotzdem noch den einzigartigen salzigen Geschmack garantieren zu können und die antimikrobiellen Vorteile des Salzes zu nutzen.

Die FDA (US Food and Drug Administration) hat Richtlinien für die Beimengung von Zusatzstoffen in Lebensmitteln erlassen. Bei der Beifügung von Kalziumchlorid hängt der Maximalwert davon ab, um welches Produkt es sich handelt, z. B. darf man bei Backwaren nur einen Maximalwert von 0,3 % Kalziumchlorid erreichen, in Marmeladen nur ein Maximalwert von 0,1 %. Durch diese strenge Regelung der FDA müssen Hersteller sicherstellen, dass sie diesen Wert an Kalziumchlorid nicht überschreiten. Der Gehalt an Kalziumchlorid wird aber auch zu Qualitätszwecken gemessen, damit man eine gleichbleibende Qualität garantieren kann.

Anwendung


HI902C

Ein Gemüsekonservenhersteller kontaktierte Hanna Instruments, weil er gerne das Kalziumchlorid in seinen Dosentomaten messen wollte. Er wollte die FDA Richtlinie von 0,4 % CaCl² erfüllen und den von ihnen durchgeführten Qualitätsstandards entsprechen. Der Kunde hatte schon eine Produktionslabor um andere Parameter zu testen. Deswegen legten sie darauf Wert, ein Gerät anzuschaffen um ihren Qualitätskriterien zu entsprechen. Hanna empfahl das HI 902 automatisches Titrator System mit einer HI4104 Kalzium Ionen selektive Kombinationselektrode mit komplexometrischer Bestimmung. Die Dosierpumpe mit einer Schrittauflösung von 1 bis 40.000 liefert eine präzise Titrationsdosierung bei der Überprüfung der Tomatenproben, und erzielte bessere Ergebnisse als eine manuelle Titration. Die schnelle Titrationszeit garantierte, dass sie ihre Produktionsfristen einhielten und erlaubte es ihnen häufigere Überprüfungen durchzuführen und konnten somit die Qualitätskontrolle optimieren.

Das HI902 kann bis zu 100 Methoden speichern und erlaubt es dem Anwender Titrationen anzupassen und auch neue Titrationsmethode zu erstellen, welche eine maßgeschneiderte Überprüfung ermöglichen und die Bedürfnisse des Kunden erfüllen. Der Kunde schätze diese Funktionen sehr, da er auch andere Produkte als Tomaten produzierte und diese auch eine Analyse erforderten. Das HI902 verschaffte dem Hersteller präzise und verlässliche Kalziumchlorid Messungen und somit entsprachen seine Produkte den FDA Richtlinien und er erhielt gleichbleibende Produkte von hoher Qualität.