Fische gehören für viele Kulturen der Welt zu den wertvollsten Nahrungsmitteln. Der Fisch gehört, als Quelle für mageres Eiweiß, für immer mehr Menschen auf den Speiseplan. Mit zunehmenden Appetit auf Fisch, nimmt auch die Belastung in natürlichen Gewässern zu. Viele der Fischereien, spezifische Orte für den Fischfang, werden schneller erschöpft, als sich die Populationen erholen können. Dieses Problem wird als Überfischung bezeichnet. Beliebte Speisefische, wie für Sushi und andere Delikatessen, wie Thunfisch und Lach, sind besonders von der Überfischung bedroht. Aufgrund der Preissteigerung sowie der Gedanke an Nachhaltigkeit, wenden sich immer mehr Konsumenten und Köche an Fischzüchter.

Durch Aquakultur gezüchtete Fische sorgen für einen nachhaltigen Fischbestand, ohne die natürliche Fischerei zu belasten. Aquakultur ist im Grunde „Unterwasserlandwirtschaft“. Viele Arten von Schalentieren, Knochenfischen und sogar Wasserpflanzen können durch Aquakultur kultiviert werden. Buntbarsche und Welse sind wegen der einfachen Aufzucht beliebte Zuchtfischarten. Die Zucht ist bei vegetarisch ernährenden Fischen günstiger, als bei Fischen, die andere Fische fressen. Der milde Geschmack dieser Fische macht sie für viele Menschen zu einem vielseitigen und begehrten Speisefisch.

Die Wasserqualität ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Fischzucht. Fische leben, fressen und atmen im Wasser und geben somit auch Ausscheidungen an das Wasser ab und verschmutzen es so. Eines der Hauptabfallprodukte der Fische ist Ammoniak (NH3). Ammoniak ist bereits in geringen Mengen (<0,02mg/L) höchst giftig für Fische. Glücklicherweise, wird ein Teil des Ammoniaks im Wasser zu Ammonium (NH4+) ionisiert, während der Rest als Ammoniak verbleibt. Wie viel Ammoniak ionisiert wird, hängt vom pH-Wert ab; Wenn der pH abnimmt, nimmt die Menge an Ammonium zu. Ammonium ist weniger giftig für Fische, daher ist es für Aquakulturisten wichtig, sowohl den pH-Wert als auch den Ammoniakgehalt zu messen, um zu bestimmen welche Menge zum weniger schädlichen Ammonium ionisiert wurde und wie viel als Ammoniak verbleibt. Aquakulturisten halten im Beckenwasser in der Regel den Gesamtammoniakgehalt (Ammonium und Ammoniak) unter 3ppm. Niedrige Werte werden durch Mikroorganismen, welche Ammoniak und Nitrate umwandeln, aufrechterhalten. Manche Betriebe verwenden Ammoniakstickstoff um Pflanzen wachsen zu lassen; dieser Prozess wird Aquaponik genannt.

Ammonium und Ammoniak können mittels der Nessler-Methode gemessen werden. Bei der Nessler-Methode reagieren Reagenzien mit dem Ammonium und Ammoniak zu einem gelb-braunen Gemisch. Die Intensität der erzeugten Farbe entspricht direkt der Konzentration von Ammonium und Ammoniak. Das menschliche Auge bestimmt die Farbe subjektiv. Ein Photometer kann verwendet werden, um die Farbintensität exakt zu bemessen.

Anwendung

Ein Buntbarschzüchter kontaktierte Hanna Instruments, weil dieser auf der Suche nach einer Methode war den gesamten Ammoniakgehalt zu messen. Bislang verwendete er Teststreifen, um den pH-Wert zu kontrollieren, aber fand, dass diese schwer zu lesen und unzuverlässig waren. Es war wichtig, dass das Gerät zuverlässig und präzise arbeitet. Der technische Außendienstmitarbeiter von Hanna Instruments empfahl den HI83303 Aquakultur Photometer.

Mit dem HI83303, kann der Kunde nicht nur den Ammoniakgehalt messen, sondern auch eine Vielzahl an anderen wichtigen Parametern wie Nitrat, Phosphat und Alkalinität. Zusätzlich zur photometrischen Analyse mit einfachen Fertigreagenzien, kann mit einer pH-Elektrode der pH-Wert und die Temperatur gemessen werden, um auch den Anteil an NH3 und NH4 bestimmen zu können.

Mit dem eingebauten Reaktions-Timer und den CAL Check™ Standards wurde gewährleistet, dass die Ergebnisse immer exakt sind und die Komponenten korrekt miteinander funktionieren. Insgesamt, gefiel dem Kunden die vielseitige und einfache Bedienung dieses Messgerätes.