In der fleischverarbeitenden Industrie wird die Überwachung des pH-Werts wegen seines Einflusses auf Fleischqualitätsfaktoren inklusive Wasserbindungsfähigkeit und Haltbarkeit als äußerst wichtig erachtet. Nach dem Schlachten beginnen biochemische Prozesse mit dem Abbau des Fleischs. Zunächst wandelt die Glykolyse Glykogen in Milchsäure um, was den pH-Wert des Fleisches erniedrigt. In Abhängigkeit von einer Reihe von Faktoren zu denen auch Tierart und sogar -rasse gehören, beginnt diese Erniedrigung des pH-Werts im Bereich zwischen nur einer oder auch vielen Stunden. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, während dieser Phase den pH-Wert zu überwachen, denn sobald der niedrigste pH-Wert erreicht wurde, wird er wieder langsam steigen, was anzeigt, dass der Zersetzungsprozess begonnen hat.

Der pH-Wert von Fleisch bestimmt seine Fähigkeit Wasser zu binden, was einen direkten Einfluss auf die Konsumentenqualitätsfaktoren wie Zartheit und Farbe hat. Niedrigere pH-Werte resultieren in einer geringeren Wasserbindungsfähigkeit und hellerer Farbe. Faktoren wie diese können eine wichtige Rolle in der effizienten Herstellung von Fleischprodukten spielen. Zum Beispiel sollte Fleisch eine geringere Wasserbindungsfähigkeit haben, wenn daraus getrocknete Würste hergestellt werden sollen, so dass der Trocknungsprozess gleichmäßig stattfinden kann.

pH-Werte werden innerhalb der Fleischindustrie, in Abhängigkeit vom Endprodukt und den Schritten die benötigt werden um es zu erreichen, variieren. Unabhängig davon ist es von entscheidender Bedeutung, dass der pH-Wert so niedrig wie möglich gehalten wird, damit bakterieller Verderb vermieden wird und Lebensmittelsicherheitsnormen eingehalten werden. Durch die Überwachung des pH-Werts während des gesamten Produktionsprozesses kann sichergestellt werden, dass sichere Produkte von konsistenter Qualität erzeugt werden.

Fleischprodukte können eine Reihe von Herausforderungen bei der pH-Messung bieten. Öle und Feststoffe aus dem Fleisch können die sensitive Glasmembran verunreinigen und/oder das Diaphragma verstopfen. Die mit dem HI98163 gelieferte Elektrode FC2323 wurde speziell für die pH-Messung in Fleisch konstruiert. Konstruktionsmerkmale beinhalten eine auswechselbare Edelstahlklinge, die die Sonde mit konischer Spitze umfasst, für einfachen Einstich ins Fleisch, ein offenes Diaphragma, dass nicht verstopft, sowie einen Korpus aus lebensmittelechtem Polyvinylidenfluorid (PVDF), einem Kunststoff der den meisten Chemikalien, inklusive Lösungsmitteln und Natriumhypochlorit, widersteht. Zudem zeichnet er sich durch Abriebbeständigkeit, mechanische Festigkeit und Unempfindlichkeit gegenüber ultravioletter und radioaktiver Strahlung aus. PVDF ist auch gegen Pilzwachstum resistent. Somit ist FC2323 die ideale Elektrode für die Analyse von Fleisch, die mit dem HI98163 über einen Quick Connect DIN-Anschluss sicher und wasserdicht verbunden wird. Der mitgelieferte kompakte Koffer HI720161 ist speziell geformt um alle Komponenten für eine Messung vor Ort sicher aufzunehmen. Das beinhaltet das Messgerät inklusive Elektrode, Bechergläser, Pufferlösungen und Reinigungslösungen.