Zu Garn gesponnene Wolle, die zur Kleidung gewebt wurde, gibt es schon seit 10.000 v. Chr. Der Export von Wollprodukten begann bereits 55 v. Chr in Großbritannien. Heute umschifft die Wollindustrie die ganze Welt; die beständige und wasserresistente Eigenschaft der Wolle macht sie zu einer beliebten Textilfaser. Der Wollraffinationsprozess beginnt bei den Schafen (oder anderen wolligen Tieren wie zum Beispiel Alpakas). Das Schaf wird geschoren sodass das Fleece in einem Stück gewonnen wird. Danach werden die minderwertigen Segmente aussortiert, nach Längen und Breiten geordnet und dann gewaschen.

Das Waschen entfernt in der Wollfaser verfangene Fette, Öle und Partikel. Dieser Schritt ist wichtig, da falsch gereinigte Wolle zu schmierigen oder zu schwachen Wollfasern führt. Während es wichtig ist das meiste Fett aus der Wolle zu entfernen, kann das komplette Entfernen des Fettes dazu führen, dass die Wolle ihre Elastizität und Spannkraft verliert. Um die Wolle feucht zu halten, werden oft Schmierstoffe hinzugefügt um sie vor dem Auflösen zu bewahren. Der pH-Wert des Scheuerbades ist ein entscheidender Parameter. Wenn der pH-Wert des Bades nicht ausgewogen ist (hängt von der Art des Bades ab) könnten die Fasern ausfransen und brüchig werden.

Die meisten herkömmlichen Scheuermittel beinhalten warmes, alkalisches Wasser mit einem pH von 10-11, Lösungsmittelwaschung (d.h. Perchloroethan) wenn die Wolle fettig ist, und eine abschließende Behandlung mit Wasser, Isopropanol und Hexan nach der alkalischen Wäsche. Alternative, saure Scheuermittel werden wegen der schnellen Waschung immer beliebter. Während dem Waschen, kann man Baumwollsamenölsäure hinzufügen um die Wolle geschmeidiger zu machen. Die Säurebäder haben üblicherweise einen pH zwischen 4 und 6. Wenn sich der Wert in diesem Bereich haltet, bleibt die Wolle neutral, isoelektrisch. Das hilft die Wollfasern sich zur Gänze zu erhalten.

Das Hauptbad ist normalerweise gefolgt von Ausspülen mit sauberen Wasser um Spuren der Scheuerlösung zu entfernen. Der pH-Wert wird nach dem Scheuern gemessen indem ein wässriger Extrakt direkt auf die Wolle hinzugefügt wird. Der pH-Wert der Wolle ist wichtig da es die Farbe in den Fasern beeinflusst. Wenn der pH-Wert der Wolle bekannt ist, können die Färbebäder entsprechend angepasst werden. Dies spart Färbern Zeit und Geld.

Anwendung:

Eine Textilfirma hat Hanna Instruments kontaktiert, weil sie sich für das Testen des pH-Wertes in den Scheuerbädern und in der gereinigten Wolle interessiert. Es wird ein konstanter pH von 5 verlangt, um die Wollfasern nicht zu beschädigen. Die Möglichkeit den pH-Wert zu testen bevor die Wolle in die Färbeanlage geht, war ebenfalls eine Priorität. Aufgrund des begrenzten Platzes, will die Textilfirma ein platzsparendes Gerät, welches auch leicht in die Produktionsstätte befördert werden kann.

Hanna Instruments empfiehlt das HI2002 edge® Dedicated pH/ORP Meter. Das HI2002 besitzt einen großen, leicht lesbaren LCD Bildschirm mit einer intuitiven kapazitiven Touch-Tastatur. Der Kunde schätzt, dass das HI2002 eine Diagnosefunktion inklusive CAL Check™ hat. Der CAL Check™ weist den Nutzer auf potentielle Fehler hin, beispielweise dass die Elektrode oder der Puffer verunreinigt ist.

Sobald die Sonde kalibriert ist, werden die Daten auf dem Bildschirm ausgewiesen. Eine andere nennenswerte Besonderheit des HI2002 ist die mitgelieferte Wandhalterung um noch mehr Platz sparen zu können. Durch die 8 Stunden Batterielaufzeit ist es möglich das Gerät auch in die Produktionsstätte zu transportieren um schnell die Proben des Scheuerbades zu testen.

Der Hanna Handelsvertreter empfiehlt den HI2002 zusammen mit der HI11311 Digital Glass Body pH Electrode with Matching Pin. Diese Elektrode besteht aus Temperaturbeständigem Glas, das bis zu 100°C widersteht. Der Kunde war sehr zufrieden mit der einzigartigen Sensor Check™ Funktion des HI11311. Diese Funktion ist möglich mit dem passenden Stift, welche in der Sonde integriert ist. Das HI2002 edge kann so Probleme ermitteln wie zum Beispiel Risse in der Glasbirne oder Verstopfung des Diaphragmas. Das Doppeldiaphragma bei dieser Elektrode war für den Kunden gut geeignet, da seine Bäder Lösungsmittel enthalten könnten. Das Doppeldiaphragma trennt die Silberelektrolyte um sicherzustellen, dass nichts mit der Stichprobe in Berührung kommt. Dies verhindert Verstopfungen der Sondenjunktion. Das HI2002 und das HI11311 bietet eine komplette Lösung für den Kunden und dessen Bedarf.