Beschreibung

Fruchtsäfte enthalten von Natur aus verschiedene Säuren, welche den Geschmack und Geruch des Saftes beeinflussen. Ein höherer Säuregehalt gibt dem Fruchtsaft einen herberen Geschmack. Konsumenten erwarten ein bestimmtes Geschmacksprofil von den verschiedenen Furchtsäften, Beispielsweise wird von Orangensaft erwartet, dass er, im Gegensatz zu Birnen oder Pfirsichsaft, einen gewissen Säuregrad aufweist. Die Art der Säure, die im Saft enthalten ist hängt davon ab, um welche Frucht es sich handelt. Zitrusfrüchte enthalten größtenteils nur Zitronensäure, Äpfel hingegen enthalten überwiegend Apfelsäure. Diese Säuren können auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Konsumenten haben. Zitronensäure unterstützt die Fähigkeit des Körpers Nierensteine zu verhindern und kann auch die Aufnahme von Antioxidantien begünstigen. Apfelsäure wird auch bei Patienten mit chronischen Müdigkeitssyndrom als Behandlung angewendet um die Krankheitssymptome zu verringern und auch Muskelschmerzen zu mildern.

Die Massenproduktion von Orangensaft erfordert mehrere Schritte, vom Ernten der Früchte bis hin zur Abfüllung des Fruchtsaftes. Zuerst werden die Früchte geerntet und zu der Produktionsbetrieb transportiert. Die Orangen werden mit Industriemaschinen extrahiert, welche die Früchte schält und diese anschließend presst. Diese Maschinen sind speziell entworfen worden um die Früchte aufzubereiten ohne die bitteren Öle der Schale freizusetzten. Danach wird der Saft gefiltert und pasteurisiert um die Stabilität des Saftes zu gewährleisten und diesen vor den schädlichen Einflüssen durch enzymatischen Abbau oder Umwandlung zu schützen. Sehr oft wird eine Charge des Orangesaftes desoxidiert um diesen für längere Zeit lagern zu können. Da der Sauerstoff im Saft einen Abbau der Ascorbinsäure (Vitamin C) begünstigt und das den Geschmack und die Farbe des Saftes beeinträchtigen kann, wird dem Saft der Sauerstoff entzogen. Zitronensäure, Vitamine, Zucker und andere Geschmacksstoffe können während dem letzten Produktionsprozess hinzugefügt werden. Das hängt aber stark vom Endprodukt ab, zum Beispiel wird ein Orangensaft mit einem niedrigen Säuregehalt mit Kalziumzitrat versetzt um den Magen bei der Neutralisierung der Säure zu helfen. Auch können diese bei der Produktion von Orangensaftvariationen die schon auf natürlicherweise weniger Säure enthalten verwendet werden.

Der Säuregehalt des Endproduktes hat einen großen Einfluss auf den Geschmack des Saftes, deswegen ist es wichtig, dass die Safthersteller den Säuregehalt Ihrer Produkte regelmäßig kontrollieren. Dadurch können Sie Einfluss auf den Geschmack des Endergebnisses haben und sicherstellen, dass jede Charge auch den gleichen Geschmack hat. Der Säuregehalt wird meist durch Einsatz eines Titrationsverfahrens gemessen. Eine Base, wie zum Beispiel Natronlauge (NaOH) wird dem Saft beigefügt bis die im Saft vorkommende Säure neutralisiert ist. Die titrierbare Säure (TA) ist in der vorherrschenden Säureeinheit angeben, in diesem Fall Zitronensäure. Viele Erzeuger versetzten den Orangensaft mit zusätzlicher Zitronensäure um einen besseren Geschmack zu erzielen. Frisch gepresster Orangensaft enthält zwischen 8 und 10 g Zitronensäure per Liter. Industriell verarbeiteter Orangensaft kann bis 15 g Zitronensäure per Liter enthalten.

Anwendung

Ein Fruchtsafthersteller kontaktierte Hanna Instruments, weil er sich für die Messung des Säuregehalts in seinen Fruchtsäften interessierte. Bisher haben Sie den Säuregehalt mittels einer manuellen Titration ermittelt, aber waren mit diesem Vorgang nicht sehr zufrieden, da es sehr aufwändig war, viel Zeit in Anspruch nahm und die Ergebnisse nicht sehr genau waren. Daher wollte der Fruchtsafthersteller auf einen einfacheren Vorgang umstellen. Die Qualitätskontrolleure, welche die Analyse des Säuregehaltes durchführen, haben bereits viele zeitaufwendige Tätigkeiten zu erfüllen, daher musste das Messgerät einfach in der Anwendung sein, aber dennoch eine hohe Genauigkeit vorweisen können. Hanna Instruments empfahl den HI84532 Mini Titrator für die Analyse von Fruchtsäften. Der Kunde war sehr erfreut über die intuitive Benutzeroberfläche und das Tutorial Menü des Titrators. Diese Funktion leitet die Qualitätskontrolleure Schritt für Schritt durch das ganze Analyseverfahren.
Der HI84532 zeigt außerdem Ergebnisse der verschiedenen Fruchtsäuren wie Zitronen-, Apfel- und Weinsäure an. Dies ermöglichte es dem Hersteller verschiedene Fruchtsäfte zu testen und ein Ergebnis in der bevorzugten Einheit zu erhalten, ohne sich Sorgen über das Umrechnen der Ergebnisse zu machen. Das manuelle Titrationsverfahren, welches durch einen der Qualitätskontrolleure durchgeführt wurde, und das automatische Titrationsverfahren ergaben einen Endpunkt basierend auf dem fixierten pH-Wert 8,1 mit der AOAC Methode. Der HI84532 jedoch erbrachte weitaus genauere und reproduzierbare Ergebnisse durch seine Kolbenantriebspumpe mit dynamischer Dosierung. Der Titrator erstellte die Berichte der Messungen automatisch und diese können auch mittels eines USB-Sticks auf einen Computer übermittelt werden. Diese Datenverwaltungsfunktion ermöglichte es dem Hersteller seine Daten elektronisch zu sichern und ersparte ihm somit die physikalische Aufbewahrung dieser Aufzeichnungen. Der Hersteller war überzeugt, dass der HI84532 eine nützliche Anschaffung für die Messung und Überprüfung des Säuregehaltes seiner Fruchtsäfte war.