Lebensmittelvergiftungen sind eine der häufigsten Erkrankungsursachen überhaupt. In ihrer Anstrengung Fälle von Lebensmittelvergiftungen zu minimieren sind öffentliche Gesundheits- und Hygienebehörden bemüht Lebensmittelproduktionsbetriebe streng zu regulieren und zu inspizieren. Im Ergebnis ist Hygiene eine primäre Direktive jeder betroffenen Lebensmittelproduktionsstätte. Viele Produktionsstätten nutzen Clean-in-Place-Systeme (CIP), die eine Reinigung der Prozessausrüstung ohne komplette Demontage erlauben. Im Gegensatz zu konventionellen Systemen, wo die Produktion für Demontage, Reinigung und erneuten Zusammenbau gestoppt werden muss, können CIP-Systeme kontinuierlich produzieren. Ein zusätzlicher Vorteil sind niedrigere Betriebskosten, da keine manuellen Interventionen notwendig sind. Gerade weil manuelle Interaktionen minimal sind, müssen Wasser und Chemikalien für den Reinigungsprozess überwacht werden, um sicherzustellen, dass sie für den Zweck geeignet sind.

Wasserhärte wird durch gelöste Salzionen, hauptsächlich Kalzium und Magnesium verursacht. Sie ist ein signifikantes Problem für die Reinigung von CIP-Systemen, da sie die Effektivität von Hygienereinigern und ätzenden Tensiden stören kann. Wasserhärte trägt auch zur Bildung von Kalkablagerungen sowohl in der CIP wie auch in der Prozessausrüstung selbst bei. Kalkablagerungen reduzieren die Effizienz der Reinigung und fuhren folglich zu erhöhten Kosten. Daher muss die Auswahl und Konzentration von Chemikalien für die Wasserbehandlung entsprechend der Wasserhärte bestimmt werden. Bei Härten über 100 mg/L muss die Konzentration der Chemikalien erhöht werden, ab 500 mg/L muss das Wasser z.B. mit Phosphaten oder EDTA enthärtet werden. Die den Chemikalien beigemischten Enthärter führen zu einer Chelatisierung von Kalzium und Magnesium, was die Effizienz von Reinigern steigert und ihren Verbrauch an Reinigern minimiert. Daher ist es wichtig, dass die Härte des Prozesswassers überwacht wird.

Anwendung

Ein Hersteller von Molkereiprodukten sprach Hanna wegen seiner Absicht die Wasserhärte in seinen CIP-System zu überwachen an. In der Produktionsstätte sollte die Wasserhärte regelmäßig messen, um die Effektivität des Reinigungsprozesses zu bestimmen und festzustellen, ob das Wasser enthärtet werden musste. Hanna stellte dem Kunden das portable Photometer für Gesamthärte HI96735 zur Verfügung.

Das HI96735 misst sowohl niedrige, wie auch mittlere und hohe Wasserhärten, so dass das gleiche Gerät benutzt werden konnte um das Wasser vor und nach dem Enthärten zu untersuchen. Der Timer half dem Kunden die Reaktionszeit bei allen Messungen gleich zu halten und somit genau und reproduzierbar zu messen. Als ebenfalls nützlich wurde die Küvettenpositionierungshilfe empfunden, die sicherstellte, dass die Küvettenposition für jede Messung identisch war. Die Kalibrierung des HI96735 konnte einfach mit den mitgelieferten CAL CHECK™ Standards durchgeführt werden. Insgesamt erwies sich das Gerät als sehr geeignet, um die Anforderung an die Wasserhärteüberwachung zu erfüllen.